Allgemeine Geschäftsbedingungen
MAKLONAUT — eine Marke von ALMARON GmbH · Stand: August 2026
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
Diese Bedingungen gelten für die Überlassung der Software „Maklonaut" zur Nutzung über das Internet durch die ALMARON GmbH, Leipziger Straße 35, 65191 Wiesbaden (nachfolgend „Anbieter").
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB kommt nicht zustande.
Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
2. Vertragsgegenstand
Der Anbieter stellt dem Kunden die jeweils aktuelle Fassung der Software für die Dauer des Vertrages über das Internet zur Nutzung bereit und speichert die vom Kunden eingestellten Daten. Eine Überlassung der Software selbst, insbesondere des Quellcodes, findet nicht statt.
Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gebuchten Tarif sowie gegebenenfalls zusätzlich gebuchten Modulen. Die Software wird fortlaufend weiterentwickelt; der Anbieter ist berechtigt, Funktionen zu ändern oder zu ersetzen, solange der vertraglich geschuldete Kernnutzen erhalten bleibt.
3. Vertragsschluss und Testphase
Der Vertrag kommt mit Abschluss der Registrierung und Bestätigung durch den Anbieter zustande. Der Kunde versichert, die zur Registrierung erforderlichen Angaben vollständig und zutreffend zu machen.
Beim Erstabschluss erhält der Kunde eine kostenfreie Testphase von sieben Tagen. Ein Zahlungsmittel wird bereits bei Abschluss erfasst; die erste Belastung erfolgt nach Ablauf der Testphase. Kündigt der Kunde innerhalb der Testphase, entstehen keine Kosten.
4. Tarife, Kontingente und Nutzerzahl
Die Tarife unterscheiden sich in der Zahl der Benutzerkonten und der gleichzeitig auf Immobilienportalen veröffentlichten Objekte. Ein Objekt zählt unabhängig davon, auf wie vielen Portalen es veröffentlicht ist, einmal:
- Solo — 79 € monatlich bzw. 790 € jährlich, ein Benutzerkonto, bis zu 25 gleichzeitig auf Portalen veröffentlichte Objekte
- Team — 149 € monatlich bzw. 1.490 € jährlich, bis zu vier Benutzerkonten, bis zu 50 gleichzeitig auf Portalen veröffentlichte Objekte
- Büro — 299 € monatlich bzw. 2.990 € jährlich, bis zu zehn Benutzerkonten, bis zu 100 gleichzeitig auf Portalen veröffentlichte Objekte
- Enterprise — nach gesonderter Vereinbarung
Bei jährlicher Zahlweise werden zehn Monatsraten berechnet. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Zusätzlich buchbare Module werden gesondert und unabhängig vom Tarif abgerechnet: der Website-Baukasten mit 99 € monatlich, das SEO-Paket mit 249 € monatlich, jeweils netto je Kundenkonto.
Ist ein Kontingent ausgeschöpft, kann der Kunde keine weiteren Benutzer anlegen oder Inserate veröffentlichen, bis er ein Kontingent freigibt oder in einen höheren Tarif wechselt. Bereits bestehende Daten bleiben davon unberührt.
5. Zahlung und Verzug
Die Vergütung ist im Voraus für die jeweilige Abrechnungsperiode fällig. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über einen Zahlungsdienstleister; der Kunde hinterlegt hierzu ein gültiges Zahlungsmittel und hält dieses aktuell.
Bei einem Tarifwechsel während einer laufenden Periode wird der Unterschiedsbetrag zeitanteilig verrechnet.
Kommt der Kunde mit der Zahlung in Verzug, kann der Anbieter den Zugang zu den kostenpflichtigen Funktionen nach vorheriger Ankündigung sperren. Der Kunde behält in diesem Fall Zugriff auf die Verwaltung seines Vertrages sowie auf den Export seiner Daten nach Ziffer 9. Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.
6. Pflichten und Verantwortlichkeit des Kunden
Der Kunde ist für die von ihm eingestellten Inhalte verantwortlich. Er stellt sicher, dass er über die erforderlichen Rechte verfügt, insbesondere an Fotografien, Grundrissen und Beschreibungen, und dass die Inhalte keine Rechte Dritter verletzen und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen — namentlich den Pflichtangaben nach dem Gebäudeenergiegesetz und den Vorgaben des Wettbewerbsrechts.
Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln. Der Kunde trägt dafür Sorge, dass jedes Benutzerkonto nur von einer Person genutzt wird, und zeigt einen Missbrauchsverdacht unverzüglich an.
7. Übermittlung an Immobilienportale
Die Software kann Objektdaten an Immobilienportale übermitteln. Die hierfür erforderlichen Verträge mit den Portalbetreibern schließt der Kunde selbst; deren Bedingungen, Preise und Freischaltungen liegen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters.
Der Anbieter übermittelt die vom Kunden freigegebenen Daten und schuldet keinen bestimmten Veröffentlichungserfolg. Ob und wie ein Inserat erscheint, entscheidet allein das jeweilige Portal. Bei Übertragungswegen ohne Rückmeldung des Portals kann der Anbieter lediglich die erfolgte Übertragung anzeigen, nicht die Veröffentlichung.
8. Automatisch erzeugte Inhalte
Die Software erzeugt Texte, Feldvorschläge und Auswertungen unter Einsatz maschineller Lernverfahren. Solche Ergebnisse sind Vorschläge. Sie können unvollständig oder unzutreffend sein und ersetzen weder die fachliche Prüfung durch den Kunden noch eine rechtliche oder steuerliche Beratung.
Der Kunde prüft automatisch erzeugte Inhalte vor ihrer Verwendung, insbesondere vor der Veröffentlichung und vor dem Versand an Dritte. Für Wertermittlungen gilt dies ausdrücklich: Ergebnisse sind rechnerische Orientierungswerte und kein Gutachten im Sinne der einschlägigen Bewertungsvorschriften.
9. Laufzeit, Kündigung und Datenrückgabe
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten zum Ende der jeweiligen Abrechnungsperiode gekündigt werden. Die Kündigung erfolgt über die Vertragsverwaltung in der Software oder in Textform. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden für dreißig Tage die Möglichkeit bereit, seine Objektdaten in einem gängigen Format (OpenImmo) zu exportieren. Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
10. Verfügbarkeit und Mängel
Der Anbieter stellt die Software mit einer Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel bereit, gemessen am Zugang zur Anwendung. Ausgenommen sind Zeiten planmäßiger Wartung, die der Anbieter nach Möglichkeit in nachfrageschwache Zeiten legt und vorab ankündigt, sowie Störungen außerhalb seines Einflussbereichs, insbesondere bei Netzbetreibern, Portalen und sonstigen Drittanbietern.
Mängel zeigt der Kunde nachvollziehbar an. Der Anbieter behebt sie innerhalb angemessener Frist. Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel nach § 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB ist ausgeschlossen.
11. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens auf die im Jahr vor dem schadensauslösenden Ereignis gezahlte Vergütung.
Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden eingetreten wäre.
12. Datenschutz
Verarbeitet der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Dieser geht diesen Bedingungen im Umfang seines Regelungsgegenstandes vor. Einzelheiten zur Verarbeitung enthält die Datenschutzerklärung.
13. Änderungen dieser Bedingungen
Der Anbieter kann diese Bedingungen mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies zur Anpassung an geänderte Rechtslage, Rechtsprechung oder an Änderungen des Leistungsumfangs erforderlich ist und der Kunde hierdurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Der Anbieter teilt Änderungen mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin. Im Fall des Widerspruchs kann jede Seite den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen.
14. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Wiesbaden, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
Sollte eine Bestimmung unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
